Kunsttherapie – Farbdialog – Gesprächsführung
Kunsttherapie ist ein weithin anerkanntes und geschätztes Verfahren, das in
vielen Kliniken (z.B. psychosomatischen) verwendet wird. In der Kunsttherapie gilt der Satz
"Ausdruck ist Bewältigung", d.h. seelische Vorgänge, die ausgedrückt und
gestaltet werden können, sind leichter zu verstehen und zu bewältigen.
Der Farbdialog ist ein spezielles dialogisches Verfahren, bei dem Klient und Therapeut
zusammen malen. Der bewusste verbale Dialog erfährt so eine Erweiterung durch Farbe und
Form als wertfreie Sprache des Unbewussten. Der Farbdialog ermöglicht eine nonverbale
Kommunikation und wirkt aktivierend auf das Unbewusste, vor allem auf die tieferen
archetypischen Schichten mit ihrem Wahrheits- und Weisheitsgehalt.
Auch die
Traumdeutung – nach Freud der Königsweg zum Unbewußten – soll erlernt
und eingeübt werden. Über die Führung eines Traumbuches sowie das Malen von Traumbildern
wird ein eigener Entwicklungsprozeß angeregt.
Methoden der klassischen Kunsttherapie ergänzen den Farbdialog. Dabei spielt das Malen von
Themen wie Märchen, Mythen und Träumen eine große Rolle, ebenso die Visualisierung bzw.
Darstellung der eigenen Lebenssituation z.B. als Landschaft etc. Die Bilder der klassischen
Kunsttherapie lassen sich über ein folgendes Gespräch mit dem Klienten deuten und in ihrer
Wirkung vertiefen.
Tiefenpsychologische Gesprächsführung ergänzt die Kunsttherapie. Dabei geht es um die
Fähigkeit zur therapeutischen Beziehungsgestaltung, um die Wahrnehmung des psychodynamischen
Geschehens, wozu auch das szenische Verstehen gehört und die Fähigkeit dies in Worte zu
fassen und dem Klienten zu vermitteln.
Die praktischen Übungen in der Gruppe werden anhand von Videofilmen mit fallgeleiteter
Gesprächsführung vertieft. Im Rahmen der Ausbildung sollen fünf Einzelstunden
Supervision/Lehrtherapie bei den Leitern in deren Praxis absolviert werden (zu je € 80,-}.
Die komplette Symbol-Theorie-Ausbildung in München:
Modul 1
Träume–Märchen–Mythen
Traumdeutung als therapeutische Methode
Schon in den asklepischen Tempeln im alten Griechenland (6. Jh. V. Chr.) wurde systematisch Traumdeutung als Psychotherapie angewandt.
Auch Freud behandelte um 1900 manche Patienten ausschließlich mit Traumdeutung. Diese gilt immer noch
als »Königsweg zum Unbewußten« (S.Freud). Die Deutung von Träumen ist auch heute noch ein zentrales
therapeutisches Moment in jeder tiefenpsychologischen Therapie. Das Führen eines Traumbuches sowie dessen Verwendung im
Rahmen einer Therapie ist äußerst wirksam.
Im Rahmen von drei Wochenenden sollen Therapie und Praxis der Traumdeutung gelehrt werden.
Themenüberblick:
- Der Beginn: Traum und Mythos im alten Griechenland
- Die Problemphase: Traumdeutung im Mittelalter
- Der Neuanfang: Der Traum in der modernen Naturwissenschaft, Gehirnforschung und Psychologie–allnächtliches Lernen
- Traumdeutung bei Freud, Jund und Adler und in der Selbstpsychologie
- Technik und Praxis der Traumdeutung
- Traumbuch führen: Weg zur persönlichen Entwicklung und zur Förderung von Psychotherapie
- Übungsbeispiele
Den Schwerpunkt der Seminars soll die Deutung von Traumbeispielen von Teilnehmern und Teilnehmerinnen oder von Patienten bilden.
- Die Bilder von Märchen und Mythen als therapeutische Symbole.
Das eigene Märchen (Lieblingsmärchen) symbolisiert die eigene Biographie Verbindungen von Märchen (Mythen), Biographie und
den eigenen Konflikten.
Wochenend-Termine in München im ZfN (www.zfn.de) auf Anfrage.
Modul 2
Farb-Dialog-Theapie
Kunsttherapie ist ein weithin anerkanntes und geschätztes Verfahren, das in vielen Kliniken (z.B. psychosomatischen)
verwendet wird. In der Kunsttherapie gilt der Satz »Ausdruck ist Bewältigung« , d.h. seelische Vorgänge, die
ausgedrückt und gestaltet werden können, sind leichter zu verstehen und zu bewältigen.
Der Farbdialog ist ein spezielles dialogisches Verfahren, bei dem Klient und Therapeut zusammen malen. Der bewusste
verbale Dialog erfährt so eine Erweiterung durch Farbe und Form als wertfreie Sprache des Unbewussten.
Der Farbdialog ermöglicht eine nonverbale Kommunikation und wirkt aktivierend auf das Unbewusste, vor allem auf die tieferen
archetypischen Schichten mit ihrem Wahrheits- und Weisheitsgehalt.
Beim Farbdialog ergänzt ein Gespräch über die Dynamik des Malens, also über das, was in der Malgruppe oder
zwischen den Dialogpartnern während des Malens an Gefühlen und Konflikten abgelaufen ist, die unbewusste Wirkung des
Farbdialogs.
Die Farbsymbole wirken ordnend und heilend auf das Unbewußte ein, wie übrigens (nach C.G. Jung) alle Symbole, mit
denen eine intensive Beschäftigung stattfindet.
Da die Symbole in den Tiefenschichten des Unbewußten ihre Wirkung entfalten, gefährden sie nicht das Bewußtsein,
wie es an das Bewußsein gerichtete therapeutische Deutungen tun können. Ähnlich wie uns das Träumen nachts
verändert, auch wenn es nicht bewußt wird, tut dies der Farbdialog.
Der Farbdialog kann auch als Konzentrations- oder Kreativitätstraining einsgesetzt werden, vom Kindergarten bis zum Firmentraining.
Farbdialog kann man mit sich selbt machen, als Dialog zu zweit oder in der Gruppe (4-8 Personen).
Themen:
- Was ist Kunsttherapie? Was ist Farbdialog?
- Reaktionen im Unbewußten, analog dem Traum
- Farb-, Raum- und Formsymbolik
- Was ist Licht, was ist Farbe?
- Der Farbdialog als Prozess und seine Wirkungen
- Anwendungsmöglichkeiten z.B. in der therapeutischen Praxis
Modul 3: Klassische Kunsttherapie
Kunsttherapie wird hier als Maltherapie verstanden, also als konkretes, meist gegenständliches Zeichnen oder Malen.
Dabei werden neben dem Material auch Techniken und konkrete Themen vorgegeben. Diese werden (meist) nach dem Malen interpretiert.
Imponierend ist bei dieser klassischen Maltherapie die Vielfalt der Methoden und ihre unterschiedlichen Wirkungen auf den Menschen.
- Geschichten malen: Märchen, Mythen und Träume als Themen – den Traum/das Märchen/ den Mythos als Prozess malen
(z.B. das Lieblingsmärchen)
- Visualisierung:
a) die aktuelle Lebenssituation malen–dargestellt als Landschaft oder als Tier
b) die veränderte (ideale) Lebensituation malen–oder: die Landschaft in der Zukunft – oder: das Tier in der Entwicklung
- Impulszeichnen: »Kritzeln am Telefon« oder: Vergiß, dass Du nicht zeichnen kannst…
- Zeichnen als Ordnung schaffen: Geometische Figuren oder: die Ordnung des Lineals
- Malen als spontaner vorbewußter Prozess: Gestalten nach Themen und Zeit (Messpainting)
- Geführtes Zeichnen (nach Hippius): Die Ursymbole als Themen
Schale–Pfeil–Kreis etc.
- ZEN-Malen: der vollkommene Kreis–der Lebensflug
Jeder Teilnehmer möge bitte Bleistifte, Buntstifte und einen Kasten mit Wasserfarben/Pinsel mitbringen.
Glattes und Aquarellpapier werden gestellt.
Drei Wochenenden mit der Theorie und Praxis der konkreten Kunsttherapie und vielem gemeinsamen Üben.